Kokosöl - ein Wundermittel der Natur

 

Vielleicht kennen Sie Kokosöl bereits aus der asiatischen Küche, denn dort ist es sehr beliebt aufgrund seiner Hitzebeständigkeit. Kokosöl lässt sich wegen seiner hohen Anzahl an gesättigten Fettsäuren sehr hoch erhitzen, ohne das das Öl verbrennt und dadurch schädliche Stoffe entstehen (anders als Beispielsweise bei Olivenöl). Je mehr gesättigte Fettsäuren ein Öl enthält, desto höher liegt dessen Rauchpunkt. Daher ist Kokosöl besonders zum Braten und frittieren geeignet. Zudem ist Kokosöl trotz seiner hohen Anzahl an gesättigten Fettsäuren durchaus ein sehr gesundes Öl, da es antibakteriell, antiviral und antimykotisch - also Pilzhemmend - wirkt. Außerdem ist Kokosöl nahezu naturbelassen, man sollte am besten natives (kaltgepresstes) Bio-Kokosöl kaufen. Beim Braten verfliegt das Kokosaroma vollständig und ist daher geschmacksneutral. Trotz seiner gesättigten Fettsäuren ist das Kokosöl gesundheitsförderlich. So hat  es unter anderem positive Effekt auf die Cholesterinwerte und wirkt stärkend auf die Blutgefäße.
 
Wo bekommt man Kokosöl?
Sie können Kokosöl mittlerweile nahezu überall kaufen. Besonders im Reformhaus und im Bioladen, aber auch im gut sortierten Supermarkt und sogar in Drogeriemärkten werden Sie es finden.
 
Doch Kokosöl ist nicht nur innerlich angewendet gesund, es lässt sich auch prima als kleiner Schönheitshelfer am ganzen Körper anwenden.
 

  • Sie können sich aus Kokosöl einfach Ihr eigenes Deo herstellen. Ich habe es selbst bereits getestet und muss sagen: es wirkt! Der Vorteil: Sie verzichten auf schädliche Inhaltsstoffe in Handelsüblichen Deodorants, wie etwa Alluminium oder Alkohol (Alkohol ist zwar nicht schädlich aber Hautreizend) und die zahlreichen anderen chemischen Inhaltsstoffe. Zudem verzichten Sie so auf umweltschädliche Treibgase und jede Menge Verpackungsmüll. Sie brauchen nur natürliche Rohstoffe und pflegen dabei sogar Ihre Haut. Für die Herstellung Ihres eigenen Deos brauchen Sie als Basis lediglich 3 Zutaten:
  1. 70 g Kokosöl
  2. 1 Beutel (50 g) Natron (z.B. Kaiser Natron, erhältlich in jedem Supermarkt und Drogeriemärkten)
  3. 70 g Speisestärke

Schmelzen Sie das Kokosöl im heißem Wasserbad, indem Sie Sie das Kokosöl in ein Gefäß geben und Sie es in ein größeres Gefäß mit heißem Wasser stellen. Innerhalb einiger Minuten verflüssigt sich nun das Öl. Denn Kokosöl ist bei Zimmertemperatur fest und verflüssigt sich schnell bei Temperaturen über 25 Grad. Damit Sie die Zutaten mischen müssen Sie es zunächst schmelzen.
Geben Sie das Natron und die Speisestärke in eine Schüssel und gießen Sie das nun flüssige Kokosöl dazu. Verrühren Sie alles gut miteinander, bis eine homogene Masse entsteht und keine Klümpchen mehr vorhanden sind.
Das ist die Grundbasis für Ihr Deo. Wenn Sie möchten, können Sie nun noch maximal 10 Tropfen ätherisches Öl hinzugeben, etwa Lavendel-, Rosen-, Minz- oder Orangenöl.
Füllen Sie die noch flüssige Masse in ein Schraubglas, etwa ein altes Marmeladenglas oder ähnliches und lassen Sie die Masse einige Stunden abkühlen, bis sie wieder fest geworden ist.
Nun können Sie sich mit einem kleinen Löffel eine kleine Menge herausnehmen. Lassen Sie es in der Hand kurz anschmelzen und verreiben Sie es unter den Achseln. Die Konsistenz mag Ihnen zunächst etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen, da es sich erst etwas krümelig anfühlt. Sie gewöhnen sich aber schnell daran. Das Deo hinterlässt außerdem keine Flecken auf den Klamotten.
Sie können die Menge an Natron auch Ihren Bedürfnissen anpassen. Probieren Sie es einfach aus. Sie können die fertige Masse immer wieder schmelzen und Beispielsweise noch mehr Natron zufügen, wenn Ihnen die Wirkung zu schwach ist oder aber noch mehr Kokosöl, wenn es Ihnen zu stark ist.
 

  • Kokosöl können Sie einfach auf die Lippen schmieren. Es hält diese super geschmeidig und ist viel effektiver als handelsübliche Fettstifte.

 

  • Sie können Kokosöl als Make-up-Entferner benutzen. Dazu geben Sie es einfach auf ein Wattepad und streichen damit über Ihr Gesicht.

 

  • Außerdem eignet sich Kokosöl fantastisch zur Haarpflege und um Spliss vorzubeugen. Verteilen Sie das Öl vor dem Haarewaschen oder über Nacht in Ihren Spitzen. Wenn Sie sich die Haare waschen bleiben keine Fettrückstände zurück und Ihre Spitzen sind schön geschmeidig.

 

  • Sie können Kokosöl auch gut als Gesichtscreme benutzen. Da es antibakteriell wirkt bekämpft es Pickel ohne die Poren zu verstopfen und pflegt gleichzeitig trockene Haut streichelzart. Auch bei sehr empfindlicher Haut, etwa Neurodermitis, lässt sich Kokosöl gut einsetzen.

 

  • Kokosöl eignet sich sogar zur Intimpflege oder als Gleitmittel. Es hinterlässt keine Fettflecken in der Unterwäsche und hält die Haut geschmeidig. Außerdem hilft es das natürliche Scheidenmilieu aufrecht zu erhalten, da es Pilzhemmend und Antibakteiell wirkt.

 
Sie sehen, die Einsetzmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Ich möchte auf mein Kokosöl jedenfalls nicht mehr verzichten.

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